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09.02.12 - 20:08
Duhok-Damm
barzani-Qasim
Mustafa barzani-irakische Präsident Abdulkarim Qasim-1958
barzani-Jamal abdul nasir
Mustafa Barzani-Ägyptische Präsident Jamal Abdul Nasir
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Mustafa Barzani- irakische Präsident Abdulrahman Aref- 1966
Deu
German-flage
Eng
German-flage
der legendären kurdenführer
Mustafa barzani mit seinem Sohn Masud barzani(links)-heutige präsident von Kurdistan Irak
Mustafa barzani mit Saddam Hussein 1970

Uno-delegation 1971
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Mustafa Barzani (1903-1979), seine Lebenslang kämpfte der legendäre Kurdenführer für einen Staat oder wenigstens für Autonomie der irakischen Kurden. Doch wie die Geschichte seines Volkes, war auch die seine tragisch: Viele Schlachten konnte Barzani gewinnen, doch den Krieg hat er am Ende verloren.

Im Alter von ein paar Monaten wurde das Heimatdorf Barzan von den Hamidiye-Reitern, eine aus kurdischen Stammeskriegern und Kommandeuren bestehende Armee der Osmanen, überfallen und er mit seiner Familie nach Diyarbakır deportiert, wo er lange im Gefängnis blieb.

Mit 12 Jahren sah er, wie sein älterer Bruder shekh mahmoodAbdulselaam, der sich gegen den osmanischen Gouverneur aufgelehnt hatte, in Mosul gehängt wurde.  1919 beteiligte er sich als Junge am Aufstand von Scheich Mahmud Berzenci gegen die Briten. Als Gesandter seines Bruders Scheich Ahmed Barzani hatte er Kontakt zu Scheich Said. Nach einem missglückten Aufstand seines Bruders Ahmed Barzani 1931, musste er in den Südirak ins Exil gehen.

barzani-1946Seine politische Laufbahn begann 1939, als er in Kontakt mit der kurdisch-nationalen Hiwa-Partei trat, die ihrerseits Interesse an einer Zusammenarbeit mit Barzani hatte, um Einfluss auf das traditionelle Stammesmilieu zu gewinnen. 1943 erhob sich Barzani, der jetzt offizieller Führer seines Stammes war, gegen die irakische Zentralregierung.

Barzani hatte sich nach dem Zweiten Weltkrieg gegen die irakischen Truppen und gegen die Engländer erhoben und vorübergehend die Kontrolle über die Berggebiete im Norden erlangt, bis ihn die Royal Air Force zum Aufgeben zwang.

Bei der Gründung der KDP 1946 wurde er zum Präsidenten der Partei gewählt. noch im selben Jahr in den Iran wirkte er  an der Errichtung der kurzlebigen Republik Mahabad mit und war General in der Mahabad-Armee.

Als dann die Truppen des Schahs wenig später Mahabad überrannten, flüchteteBarzani in Moscow er zunächst in den Irak. Von dort flüchtete er mit 500 seiner Gefolgsleute im legendären ?langen Marsch? über die Türkei und den Iran in die Sowjetunion, wo er bis zur irakischen Revolution von 1958 elf Jahre lebte. In der Sowjetunion wurde Barzani in einer Militärakademie zum Guerillaspezialisten - sein Titel «General» stammt aus jener Zeit - ausgebildet.

Die Erfahrungen in der Sowjetunion prägten Barzanis spätere Politik. Er wurde zum Kritiker der Sowjetunion und zum Bewunderer des freien Amerika. «Wir haben die gleichen demokratischen Ideale», sagte er. «Die Amerikaner haben einen Befreiungskampf gegen die Engländer geführt, so wie wir gegen Bagdad.»

iraq-revolution-19851958 wurde die Monarchie im Irak gestürzt und der neue Herrscher Abd al-Karim Qasim rief Barzani zurück in den Irak. Barzani verließ  Moskau und kehrte in den Irak zurück. Er landete am 6. Oktober 1958 in Bagdad. Barzani genoss von Qasim eine Sonderbehandlung, er erhielt eine Villa in Bagdad und eine Limousine. Qasim versuchte damit die kurdischen Stämme gegen pro-monarchistische Stammesführer, arabische Nationalisten und Baath-Unterstützer für sich zu gewinnen.

Zur Krise in den Beziehungen zwischen den Barzanis und Qasim kam es, als Barzani forderte, dass die kurdische Sprache in den kurdischen Regionen erste Amtssprache sein solle und dass Polizei- und Armeeeinheiten in diesen Gebieten ausschließlich aus Kurden bestehen sollten,  diesen  Qasim ablehnte. Die Krise entwickelte sich zu einer Feindschaft und erlebte ihren Höhepunkt, als die irakischen Luftstreitkräfte im September und Oktober 1961 Barzan angriffen und Hunderte kurdische Dörfer niederbrennten.

In dem zerschossenen Bergdorf Rania wohnte der Guerillaführer barzani-treffenim Untergeschoss eines Bauernhauses, wo er, von wenigen Leibwächtern beschützt, Tag und Nacht Boten empfing: Militärführer, kurdische Stammes- und Parteipolitiker, diplomatische Abgesandte.

Niemand stellte die militärische Fähigkeiten des Generals in Zweifel. Sogar seine Feinde haben große Achtung und Respekt von seine Militärischen Fähigkeiten gehabt. Seine Guerilla Taktiken wird in Militärische Akademie der Westen und Osten als Beispiel erwähnt. Er galt als strategisches Genie, das immer genau wusste, wo und wie den überlegenen irakischen Truppen entgegenzutreten war; wo man besser auswich und wie der Feind geschlagen werden konnte. Die Topographie seiner Heimat hatte er Berg für Berg, Tal für Tal in seinem Kopf.

Viele der kurdischen Politiker, besonders die Intellektuellen aus den Städten, die sich gerne Sozialisten nannten, hielten Barzani indessen vor, er sei ein «Feudalherr». In der Tat war sein Onkel Stammesfürst der Barzani gewesen, was den Irakern Gelegenheit gab, die alten Erbfeinde der Barzani, den benachbarten Stamm der Zibari, auf ihre Seite zu bringen.

Die sozialistische Kurdenpolitiker wollten die Macht der Stammesführer brechenin galala und sprachen von Landreform. Doch Barzani bestand darauf, dass alle irakischen Kurden sich auf den Befreiungskampf konzentrierten. Später brachen sogar Kämpfe zwischen Barzanis Anhängern und seinen sozialistischen Kritikern aus. 

saddam-shah-1975Der Schah von Persien (und hinter ihm die USA) begann die Kurden gegen das Baath-Regime von Hassan al-Bakr und Saddam Hussein militärisch zu unterstützen. Jetzt sah sich die irakische Armee zum erstenmal mit schwer bewaffneten Kurden konfrontiert, die Niederlagen häuften sich. Doch dann verständigte sich der Schah 1975 mit Saddam Hussein über den Grenzverlauf am Schatt-al-Arab.  Jede Unterstützung an die Kurden wurde abgebrochen, und Barzani sah sich gezwungen, einen Frieden zu den Bedingungen Saddam Husseins anzunehmen.

1975 wurde bei ihm Lungenkrebs festgestellt. Zu seiner Behandlung flog er in die USA, wo er am 1. März 1979, in Georgetown Hospital in Washington DC, starb. Nach seinem Tod im März 1979 übernahmen seine Söhne Masud und Idris Barzani die Führung der KDP. Sein Leichnam wurde am 5. März bei Mahabad im Iran begraben. 1993 wurde er dann in sein Dorf überführt, wo er neben seinem Sohn Idris Barzani begraben liegt.

 

 

 

 

 

© 2010 - Shaho Ashraf Baban