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09.02.12 - 20:00
Duhok-Damm
Scheich Ahmed Barzani im Exil in der Türkei.

 Nach der Niederschlagung des Aufstandes mit britischer Luftunterstützung floh Ahmed Barzani in die Türkei und wurde dort festgesetzt. Er durfte 1935 in den Irak zurück kehren, musste aber mit anderen Familienangehörigen ins Exil in den Südirak gehen.

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irakische Militär bombardiert Barzan
Schekh ahamad barzani
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Scheich Ahmed Barzani ( 1896 - 1969) war das Oberhaupt des Barzani-Clans im irakischen Teil Kurdistans. Ahmed Barzani wird als der Person betrachtet, der den Barzani-Clan vereinigte und ihr Herrschaftsgebiet ausweitete. Zusammen mit seinem Bruder Mustafa Barzani kämpfte er in den 1920ern und 1930ern gegen die irakische Regierung.

Er war der Sohn von Scheich Mohammed Barzani und einer von fünf Brüdern, die auch wichtige Rollen in der kurdisch-politischen Bewegung hatten. Ahmed Barzani wurde Nachfolger seines älteren Bruders Abdulselahm, der 1914 nach einem Aufstand als Stammesführer erhängt wurde.

Neben lokalen Auseinandersetzungen mit feindlichen Stämmen, lehnte sich Ahmed Barzani 1919/1920 gegen die Briten auf, die ein Mandat des Völkerbundes über den Irak inne hatten. Der erste größere Barzani-Aufstand fand 1931 statt und richtete sich sowohl gegen andere kurdische Stämme als auch gegen die Regierungstruppen.

Ahmed Barzani führte bis 1937 weitere Aufstände an und verdiente sich den Respekt der gegnerischen Generäle wie General Abdul-Jabar Barznji, Kommandeur der irakischen Armee in Barzan. Beide wurde später zu engen Freunden.

Ahmed Barzani stand mit den Kurden in der Türkei in Kontakt und sympathisierte mit der Xoybûn, die in den 1930ern im Ararat-Aufstand gegen die türkische Armee kämpfte. Ahmed Barzani nahm viele kurdische Flüchtlinge aus der Türkei auf. Die türkische Regierung unter İsmet İnönü beschwerte sich beim irakischen Ministerpräsidenten Nuri as-Said, dass Ahmed Barzani den Ararat-Aufstand unterstütze. Die Türkei sicherte der irakischen Armee Unterstützung zu, wenn diese gegen Ahmed Barzani vorgehen würde.

Nach Zweiten Weltkrieges ging er mit seinem Bruder in den Iran, wo sie sich der Republik Mahabad anschlossen. 1947 ergab er sich der irakischen Regierung und wurde zu Tode verurteilt. Das Todesurteil wurde dann in lebenslange Haft umgewandelt. Nach dem Militärputsch und Sturz der Monarchie im Juli 1958 durch General Abd al-Karim Qasim kam er frei. Seinen Platz hatte inzwischen sein Bruder Mustafa Barzani, der jahrelang in der Sowjetunion lebte, eingenommen.

© 2010 - Shaho Ashraf Baban